Deutsch

Typische Englischfehler, die Deutsche machen – und wie du sie abstellst

Viele Fehler im Englischen entstehen nicht aus Faulheit, sondern weil dein Gehirn deutsche Muster überträgt. Wenn du weißt, welche Muster das sind, kannst du sie gezielt umbauen.

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Zwei abstrakte Formsysteme treffen aufeinander und zeigen, wie Gewohnheiten der Muttersprache das Englische beeinflussen
Die meisten Fehler sind kein Zufall — sie entstehen durch deine Muttersprache

Warum gerade Deutschsprachige diese Fehler machen

Deutsch und Englisch sind verwandt. Das ist ein Geschenk: Du erkennst tausende Wörter wieder, die Satzbau-Grundlagen sind ähnlich, und du musst kein neues Schriftsystem lernen. Genau diese Nähe ist aber auch die Falle. Weil so viel passt, übertragst du unbewusst auch das, was nicht passt – Zeitformen, Wortstellung, einzelne Wörter, Laute.

Sprachwissenschaftlich heißt das L1-Transfer: Deine Muttersprache liefert die Vorlage, und du füllst sie mit englischen Wörtern. Das Ergebnis ist verständlich, klingt aber „deutsch“ – und in einigen Fällen bedeutet es etwas ganz anderes, als du sagen wolltest.

Diese Seite ist für dich, wenn du Englisch in der Schule gelernt hast, es im Job oder auf Reisen benutzt und das Gefühl hast: Es funktioniert, aber es ist nicht elegant. Du wirst dich in fast jedem Beispiel wiedererkennen. Das ist kein schlechtes Zeichen – es heißt nur, dass deine Fehler systematisch sind. Systematische Fehler kann man systematisch abbauen.

Tipp: Lies die Beispiele laut. Fehler, die du nur mit den Augen liest, bleiben im Kopf. Fehler, die du hörst, verschwinden schneller.

Die häufigsten Grammatikfehler aus dem Deutschen

1. Perfekt statt Simple Past bei Zeitangaben

✗ I have seen him yesterday.✓ I saw him yesterday.

Im Deutschen sagst du im Alltag „Ich habe ihn gestern gesehen“ – Perfekt, obwohl es um eine abgeschlossene Vergangenheit geht. Das Englische trennt strikt: Sobald ein abgeschlossener Zeitpunkt im Satz steht oder mitgedacht ist (yesterday, last week, in 2019, two hours ago, when I was a child), brauchst du das Simple Past. Das Present Perfect ist für Dinge, die bis in die Gegenwart reichen oder deren Zeitpunkt offen bleibt.

✗ I have called her last Monday.✓ I called her last Monday.

Merksatz: Steht ein Zeitpunkt, der vorbei ist, ist auch das Perfekt vorbei. Frag dich einfach: When? Wenn du die Frage beantworten kannst, nimm Simple Past.

2. „seit“ – Präsens statt Present Perfect

✗ I live here since 2019.✓ I have lived here since 2019.

✗ I work in this company since three years.✓ I have worked at this company for three years.

Zwei Fehler in einem, und beide kommen direkt aus dem Deutschen. Erstens: „Ich wohne hier seit 2019“ steht im Präsens, im Englischen muss es Present Perfect sein, weil die Handlung in der Vergangenheit begonnen hat und noch andauert. Zweitens: Deutsch hat nur seit, Englisch unterscheidet. since + Zeitpunkt (since 2019, since Monday, since I moved here), for + Zeitraum (for three years, for two weeks, for a long time).

Das ist einer der Fehler, die man dir am schnellsten anhört – und einer der leichtesten zum Abstellen, weil es eine klare Regel ist.

3. Die Verlaufsform fehlt

✗ What do you do? (gemeint: gerade jetzt)✓ What are you doing?

Deutsch hat keine eigene Verlaufsform. „Was machst du?“ heißt beides: gerade jetzt und generell. Im Englischen sind das zwei verschiedene Sätze. What do you do? fragt nach deinem Beruf. What are you doing? fragt, was du in diesem Moment tust. Wenn du im Telefonat sagst What do you do?, antwortet dein Gegenüber vielleicht mit seinem Job.

✗ I read a very good book at the moment.✓ I am reading a very good book at the moment.

Faustregel: Alles, was jetzt, vorübergehend oder noch nicht fertig ist, kommt in die -ing-Form. Alles, was Gewohnheit, Regel oder Dauerzustand ist, bleibt im Simple Present.

4. „will“ ist nicht „wollen“

✗ I will a coffee, please.✓ I want a coffee, please. / ✓ I'd like a coffee, please.

Ein klassischer falscher Freund in der Grammatik. Englisch will drückt Zukunft aus, nicht Wunsch. Für „wollen“ brauchst du want, und im höflichen Gespräch besser I'd like. Umgekehrt gilt: I will call you heißt nicht „Ich will dich anrufen“, sondern „Ich werde dich anrufen“.

5. Deutsche Wortstellung im Nebensatz

✗ I know that he tomorrow comes.✓ I know that he is coming tomorrow.

Im Deutschen wandert das Verb im Nebensatz ans Ende: „…dass er morgen kommt.“ Englisch macht das nie. Die Reihenfolge bleibt immer Subjekt – Verb – Objekt, auch nach that, because, when, if, although. Zeitangaben stehen meistens hinten.

✗ Because I yesterday no time had, I didn't answer.✓ Because I didn't have time yesterday, I didn't answer.

Dieselbe Falle gibt es beim Hauptsatz nach einem einleitenden Element: Deutsch stellt das Verb nach vorn („Gestern habe ich…“), Englisch nicht.

✗ Yesterday came my colleague too late.✓ Yesterday my colleague arrived too late.

6. Unzählbare Nomen im Plural

✗ I need more informations about the project.✓ I need more information about the project.

✗ Thank you for your advices.✓ Thank you for your advice.

Deutsch bildet problemlos Plurale: Informationen, Ratschläge, Möbel, Kenntnisse. Im Englischen sind viele dieser Wörter uncountable und haben gar keinen Plural: information, advice, furniture, knowledge, news, research, feedback, equipment, progress. Sie bekommen auch kein a/an. Wenn du zählen willst, brauchst du eine Hilfskonstruktion: a piece of information, a piece of advice, two pieces of furniture, a bit of feedback.

✗ Can I give you a feedback?✓ Can I give you some feedback?

7. „If I would have known“ – der falsche Konjunktiv

✗ If I would have known that, I would have come earlier.✓ If I had known that, I would have come earlier.

Im Deutschen steht im Wenn-Satz oft eine würde-Form („Wenn ich mehr Zeit haben würde…“), und die überträgst du leicht ins Englische. Englisch ist hier streng: Im if-Teil steht kein would. Bei Vergangenem: Bedingung im Past Perfect, Folge mit would have. Bei Hypothetischem in der Gegenwart: Bedingung im Simple Past, Folge mit would.

✗ If I would have more time, I would learn Spanish.✓ If I had more time, I would learn Spanish.

8. Artikel bei Berufen und allgemeinen Begriffen

✗ I am student at the university.✓ I am a student at the university.

Bei Berufen und Rollen braucht Englisch den unbestimmten Artikel: I am a teacher, she is an engineer. Umgekehrt fällt der bestimmte Artikel bei vielen allgemeinen Begriffen weg, wo Deutsch ihn setzt: Life is short (nicht the life – „das Leben“), Nature is beautiful („die Natur“), Breakfast is at eight („das Frühstück“).

Wenn du diese Muster gezielt üben willst, findest du passende Aufgaben in den Grammatikübungen.

Aussprache: fünf Baustellen, die man sofort hört

1. /w/ wird zu [v] – und dann zu viel korrigiert

winevine, westvest, wetvet

Deutsch hat kein /w/ wie im Englischen. Das deutsche „w“ in „Wein“ ist ein [v]: Oberzähne berühren die Unterlippe. Englisch wine braucht dagegen runde Lippen ohne Zahnkontakt – fast wie ein kurzes „u“, das in den Vokal übergeht. Sag „u-ain“ und zieh es zusammen.

Achtung vor der Überkorrektur: Wer gelernt hat, dass „w wie u“ klingt, spricht plötzlich auch very als „wery“ und invite als „inwite“. Englisch hat beide Laute. v ist mit Zahnkontakt, w ohne. Übe Paare direkt nacheinander: we – V, wine – vine, worse – verse.

2. Die th-Laute /θ/ und /ð/

thinksink, thiszis, threefree, mouthmouse

Diese Laute gibt es im Deutschen nicht, deshalb greift dein Mund zum nächstbesten: [s] oder [z], manchmal [f]. Die Lösung ist mechanisch: Zungenspitze leicht zwischen oder direkt an die Oberzähne, dann Luft durchlassen. Für think, three, both ohne Stimme; für this, that, mother, weather mit Stimme (du spürst die Vibration am Kehlkopf).

Übe zuerst übertrieben langsam mit sichtbarer Zungenspitze im Spiegel, dann normal. Ein guter Satz zum Aufwärmen: I think this is the third thing my brother mentioned.

3. Auslautverhärtung: bed klingt wie bet

bedbet, dogdock, havehalf, riserice

Im Deutschen werden stimmhafte Konsonanten am Wortende hart: „Rad“ klingt wie „Rat“, „Tag“ wie „Tak“. Diese Regel überträgst du automatisch – und dann hört dein Gegenüber bet, wo du bed meintest.

Im Englischen bleibt der Laut am Ende weich und stimmhaft, und – das ist der wichtigere Trick – der Vokal davor wird länger. In bed ist das „e“ deutlich länger als in bet. Denk also nicht nur an den letzten Konsonanten, sondern zieh den Vokal: „beeed“. Dasselbe bei his, was, need, road, love, give.

4. /æ/ und /e/: bad ist nicht bed

badbed, manmen, satset, hadhead

Deutsch hat kein /æ/. Deshalb landen bad und bed bei dir auf demselben Vokal. Für /æ/ in bad, cat, man, back musst du den Mund weiter öffnen und den Kiefer senken – der Laut liegt zwischen deutschem „ä“ und „a“, näher an einem breiten „ä“ mit tiefem Kiefer. Für /e/ in bed, men, set bleibt der Mund enger, ähnlich dem „e“ in „Bett“.

Teste dich mit Minimalpaaren hintereinander. Wenn du selbst keinen Unterschied hörst, ist er auch nicht da – dann übertreibe /æ/ bewusst, bis der Unterschied klar wird.

5. Das englische /r/

red, right, around, car, far, work

Das deutsche Standard-R ist ein Zäpfchen-R, hinten im Rachen. Das englische /r/ entsteht vorne: Die Zungenspitze hebt sich in Richtung Gaumen, ohne ihn zu berühren, die Lippen sind leicht gerundet. Es rollt nicht und es schnarrt nicht.

Zweiter Punkt: Im britischen Standard wird das r am Silbenende nicht gesprochen (car, water, better enden in einem Vokal), im amerikanischen Englisch schon. Entscheide dich für eine Variante und bleib dabei – Mischformen klingen unruhiger als eine konsequente Aussprache.

Praktisch: Nimm dich 30 Sekunden mit dem Handy auf, lies einen kurzen Text, hör zu. Die meisten dieser fünf Punkte erkennst du selbst, sobald du dich hörst.

Falsche Freunde: Wörter, die dich verraten

Weil Deutsch und Englisch so viele gemeinsame Wörter haben, vertraust du der Ähnlichkeit. Bei diesen acht Wörtern führt das Vertrauen in die Irre – und manche Verwechslungen verändern die Aussage komplett. Lerne sie als Paare, nicht als Einzelwörter.

Englisches WortBedeutet wirklichVerwechselt mit
becomewerdenbekommen (= get, receive)
giftGeschenkGift (= poison)
handypraktisch, handlichHandy (= mobile phone, cell phone)
eventuallyschließlich, letztendlicheventuell (= possibly, maybe)
actuallyeigentlich, tatsächlichaktuell (= current, currently)
sensiblevernünftigsensibel (= sensitive)
chefKoch, KüchenchefChef (= boss, manager)
alsoauchalso (dt.) (= so, therefore)

Zwei Klassiker in ganzen Sätzen, damit du siehst, wie schief es gehen kann:

✗ I become a new laptop next week.✓ I'm getting a new laptop next week.

Wörtlich sagst du, dass du selbst zu einem Laptop wirst. become = werden, nie „bekommen“.

✗ Eventually we can meet on Thursday.✓ We could possibly meet on Thursday.

Du wolltest „eventuell“ sagen, also „vielleicht“. Mit eventually klingt es, als würdet ihr euch irgendwann nach langem Hin und Her endlich treffen.

✗ Also, I think we should start. (gemeint: „Also, …“) → ✓ So, I think we should start.

Deinen Wortschatz kannst du mit dem Vokabeltest einschätzen – solche Paare tauchen genau dort auf, wo man sie nicht erwartet.

Formulierungsgewohnheiten und Ton

Wörtlich übersetzte Kollokationen

✗ Can you make a photo of us?✓ Can you take a photo of us?

✗ We want to make a party on Saturday.✓ We want to have a party on Saturday. / ✓ …throw a party…

„Machen“ ist im Deutschen ein Universalverb, im Englischen nicht. Englisch verteilt die Arbeit auf make, take, do, have, give – und welches Verb zu welchem Nomen passt, ist Konvention, keine Logik. Weitere Fälle: make a mistake, do sport / do exercise, take a break, have breakfast, take a shower, make a decision, do homework, give a presentation. Lerne diese Verbindungen immer als Paket, nie das Nomen allein.

„until“ statt „by“

✗ Please send me the report until Friday.✓ Please send me the report by Friday.

✗ Until when do you need it?✓ By when do you need it?

Deutsch benutzt „bis“ für zwei verschiedene Dinge: für eine Frist („bis Freitag abschicken“) und für einen Zeitraum („bis Freitag bleiben“). Englisch trennt: by = Deadline, spätestens dann. until/till = bis zu diesem Zeitpunkt andauernd. I'll be in the office until Friday heißt: Freitag bin ich noch da. Send it by Friday heißt: Freitag ist die letzte Chance.

Direktheit klingt im Englischen härter, als du meinst

✗ Give me the file.✓ Could you send me the file, please?

✗ I don't agree.✓ I'm not sure I agree. / ✓ I see it a bit differently.

Das ist keine Frage von Höflichkeit als Charaktereigenschaft, sondern von Sprachstruktur. Deutsch signalisiert Höflichkeit oft über Konjunktiv und Partikeln: „Könnten Sie mir bitte mal…“ Englisch macht es über ganze Bausteine: Could you…?, Would you mind…?, I was wondering if…, It might be worth…, Just to check…. Wenn du diese Bausteine weglässt, kommt dein Satz direkter an, als du ihn gemeint hast.

Eine kurze Liste zum Auswendiglernen – damit bist du in den meisten Arbeitssituationen gut aufgestellt:

Zu viel Schulenglisch

✗ Dear Sir or Madam, I would hereby like to inform you that…✓ Hi Anna, just a quick update:…

Viele von uns haben ein sehr formelles Register gelernt: Furthermore, moreover, in conclusion, I am writing to inform you. In einer internen E-Mail oder einem Videocall wirkt das steif und distanziert. Alltagsenglisch im Beruf ist kürzer und persönlicher: Thanks for the update. Quick question:…, Let me know what works for you., Happy to help.

Umgekehrt gilt: Für Bewerbungen und offizielle Schreiben brauchst du das formelle Register weiterhin. Der Punkt ist nicht „weniger formell“, sondern zwei Register haben und bewusst wählen. Für Bewerbungsgespräche hilft dir die Seite zum englischen Jobinterview.

Angst vor dem Sprechen

Viele Deutschsprachige schreiben deutlich besser Englisch als sie sprechen. Das liegt an der Gewohnheit, den Satz erst im Kopf fertig zu bauen: Deutsch verlangt, dass du beim Sprechen schon weißt, wo das Verb landet. Englisch braucht diese Vorplanung nicht – du kannst mitten im Satz weiterdenken, weil die Struktur linear bleibt.

Nutze das aktiv. Beginne mit einem einfachen Hauptsatz und hänge dann an: I think we should wait – mainly because the numbers aren't final yet. Statt einen perfekten Satz zu planen, sprich in kurzen Einheiten. Füllwörter sind erlaubt und normal: well, I mean, actually, let me think, that's a good question.

Vier-Wochen-Plan: 10 bis 20 Minuten am Tag

Dieser Plan greift genau die Punkte von dieser Seite an – keine allgemeine Grammatikwiederholung, sondern deine typisch deutschen Baustellen. Plane feste 15 Minuten, jeden Tag zur gleichen Zeit. Lieber kurz und regelmäßig als einmal pro Woche eine Stunde.

Woche 1: Zeitformen aufräumen

  1. Tag 1–2: Simple Past vs. Present Perfect. Schreibe zehn Sätze über dein letztes Wochenende – jeder mit Zeitangabe (yesterday, on Saturday, two days ago). Kontrolliere: Steht überall Simple Past?
  2. Tag 3–4: since und for. Zehn Sätze über dich: Wohnort, Job, Hobbys, Freundschaften. Jeweils einmal mit since (Zeitpunkt) und einmal mit for (Zeitraum), immer im Present Perfect.
  3. Tag 5–6: Verlaufsform. Beschreibe fünf Minuten lang laut, was gerade um dich herum passiert – alles mit -ing. Dann fünf Sätze über deine Gewohnheiten im Simple Present.
  4. Tag 7: Wiederholung. Schreibe einen kurzen Text (80–100 Wörter) über deine Woche und markiere selbst jede Zeitform.

Woche 2: Satzbau und Wortstellung

  1. Tag 1–2: Nebensätze. Schreibe fünfzehn Sätze, die mit I know that…, She said that…, Because…, Although… beginnen. Prüfe: Steht das Verb direkt nach dem Subjekt?
  2. Tag 3: Zeit- und Ortsangaben ans Satzende. Nimm zehn deutsche Sätze mit „Gestern…“, „Morgen…“ und übersetze sie – ohne Inversion.
  3. Tag 4–5: Unzählbare Nomen. Liste zwölf Wörter auf (information, advice, furniture, news, knowledge, feedback, equipment, research, progress, luggage, money, work) und schreibe zu jedem einen Satz mit some oder a piece of.
  4. Tag 6: Bedingungssätze. Zehnmal If I had…, I would have… – bewusst ohne would im if-Teil.
  5. Tag 7: Gezielte Übungen in den Grammatikübungen zu den Themen, die noch wackeln.

Woche 3: Aussprache und Hörtraining

  1. Tag 1: th-Laute. Fünf Minuten Minimalpaare vor dem Spiegel (think/sink, this/zis, three/free), dann einen kurzen Absatz laut lesen.
  2. Tag 2: /w/ und /v/ im Wechsel: wine/vine, west/vest, we/V, worse/verse, very well. Aufnehmen und abhören.
  3. Tag 3: Auslaut. Zieh die Vokale: bed, dog, his, need, road, love. Dann Paare gegen bet, dock, hiss, neat, wrote.
  4. Tag 4: /æ/ vs /e/: bad/bed, man/men, sat/set, had/head. Erst übertreiben, dann normalisieren.
  5. Tag 5: /r/ vorne im Mund: red, right, around, brother – Zungenspitze hoch, kein Zäpfchen. Wähle britisch oder amerikanisch und bleib dabei.
  6. Tag 6–7: Shadowing: Nimm zwei Minuten Audio, sprich zeitversetzt mit, achte nur auf Rhythmus und Satzmelodie.

Woche 4: Wortwahl, Ton und Sprechen

  1. Tag 1: Falsche Freunde. Schreibe zu allen acht Paaren aus der Tabelle je einen richtigen Satz.
  2. Tag 2: Kollokationen: take a photo, have a party, make a decision, do exercise, take a break, give a presentation – je ein Satz aus deinem Alltag.
  3. Tag 3: by vs. until. Schreibe fünf Arbeitsmails-Sätze mit Deadlines.
  4. Tag 4: Höflichkeitsbausteine. Formuliere fünf direkte Bitten in weichere Varianten um (Could you…, Would it be possible…).
  5. Tag 5–6: Sprechen. Zwei Minuten frei zu einer einfachen Frage – zum Beispiel aus den IELTS-Speaking-Fragen zu Teil 1. Aufnehmen, anhören, einmal wiederholen.
  6. Tag 7: Standortbestimmung mit dem Einstufungstest und Vergleich mit deinem Ergebnis von vor vier Wochen.

Führe eine Fehlerliste. Schreibe jeden Fehler, den dir jemand korrigiert, in eine Notiz – mit der falschen und der richtigen Version. Nach vier Wochen siehst du, dass sich dieselben fünf Muster wiederholen. Genau die musst du üben, nicht alles.

Wie TalkSmart dir dabei konkret hilft

TalkSmart ist eine KI-basierte Englisch-Lernapp: eine iOS-App und eine Web-App unter app.talksmartapp.com. Die Module sind Grammatik, Wortspiel (Vokabeln), Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen mit einem KI-Partner.

Für dich als deutschsprachigen Lernenden sind zwei Punkte besonders relevant. Erstens: Die Oberfläche und die Grammatikerklärungen gibt es auf Deutsch – insgesamt in 14 Sprachen (Türkisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Japanisch, Koreanisch, Deutsch, Französisch, Arabisch, Russisch, Italienisch, Vietnamesisch, Indonesisch, Hindi). Du musst also nicht erst eine englische Erklärung entschlüsseln, um einen englischen Fehler zu verstehen.

Zweitens: Das Schreib-Feedback erklärt deine Fehler auf Deutsch, während die korrigierten Sätze auf Englisch bleiben. Genau das brauchst du bei Transferfehlern. Wenn du I have seen him yesterday schreibst, hilft dir eine Erklärung auf Deutsch, warum hier das Simple Past stehen muss – auf Englisch würdest du die Regel überlesen.

Beim Lesen kannst du ein Wort antippen und bekommst die Bedeutung in deiner Sprache; Wörter lassen sich in eine persönliche Wortliste speichern. Das ist praktisch für falsche Freunde, weil du sie dort sammeln und wiedersehen kannst.

Was in der Web-App läuft (kostenloser Account): Grammatik, Wortspiel, Lesen, Schreiben und Hören. In der kostenlosen Version gibt es Tageslimits: 3 neue Artikel beim Lesen, 1 Schreib-Feedback pro Tag, 1 Episode pro Tag beim Hören.

Was nur in der iOS-App läuft: das Sprechen. Dort gibt es drei KI-Gesprächspartner mit unterschiedlichen Stilen – Mia (freundlich), Victor (professionell) und Leo (humorvoll). Ebenfalls in der App: Interview-Training, bei dem ein KI-Interviewer fachspezifische Fragen mit Nachfragen stellt und dir einen Readiness-Report zu Inhalt, Vortrag und Sprache gibt. Die Fragendatenbank umfasst 10 Bereiche mit je 8 Fragen, also 80 Fragen (Software, Business, Ingenieurwesen, Gesundheitswesen, Hotellerie, Luftfahrt, Finanzen, Wissenschaft, Kundenservice, allgemein). Auch IELTS-Speaking-Übungen mit Feedback im Band-Stil gibt es in der App. Interview-Training und IELTS Speaking sind Pro-Funktionen.

Zum Einstufen: Der Test auf der Website hat 18 Multiple-Choice-Fragen zu Grammatik und Vokabular, dauert etwa vier Minuten, ist kostenlos und braucht keine Anmeldung. Er schätzt dein Niveau von A1 bis C2 – über sechs Stufen mit je 3 Fragen; eine Stufe zählt, wenn mindestens zwei ihrer drei Fragen richtig sind und die darunterliegenden Stufen ebenfalls zählen. Er misst nicht Sprechen, Hören oder Schreiben. Wer das genauer will, nutzt den Einstufungstest in der Web-App: adaptiv, mit Hörfragen inklusive Audio und Lesetexten, und mit einer Auswertung Fähigkeit für Fähigkeit. Dafür brauchst du einen kostenlosen Account.

Preise: Es gibt Free, Starter und Pro. Bezahlt wird ausschließlich über den App Store, nicht im Web.

Und ganz klar: TalkSmart ist kein offizieller Prüfungsanbieter und stellt keine Zertifikate aus. Es ist ein Übungswerkzeug – der Fortschritt kommt aus deinen täglichen 15 Minuten.

Häufig gestellte Fragen

Warum klingt mein Englisch korrekt, aber trotzdem „deutsch“?

Weil Korrektheit und Idiomatik zwei verschiedene Dinge sind. Sätze wie Can you make a photo? oder Send it until Friday sind grammatisch nicht katastrophal, entsprechen aber nicht der englischen Konvention. Der Grund ist L1-Transfer: Du übersetzt deutsche Wortverbindungen wörtlich. Die Lösung sind keine neuen Regeln, sondern das Lernen ganzer Wortpakete – also take a photo statt photo allein.

Ich verwechsle immer since und for. Gibt es eine einfache Regel?

Ja, und sie ist verlässlich. since steht vor einem Zeitpunkt: since 2019, since Monday, since I moved here. for steht vor einem Zeitraum: for three years, for two weeks, for a long time. Frag dich: Nennst du ein Datum oder eine Dauer? Und denk daran, dass beides mit Present Perfect kommt, nicht mit Präsens: I have lived here since 2019, nicht I live here since 2019.

Muss ich die th-Laute wirklich perfekt können?

Perfekt nicht, aber unterscheidbar schon. Solange du think als „sink“ sprichst, entstehen echte Missverständnisse, weil es beide Wörter gibt. Die gute Nachricht: Es ist reine Mechanik – Zungenspitze an die Oberzähne, Luft durchlassen. Fünf Minuten am Tag mit Minimalpaaren reichen meist schon nach zwei Wochen für einen hörbaren Unterschied.

Wie finde ich heraus, auf welchem Niveau ich stehe?

Der Test auf der Website gibt dir in etwa vier Minuten eine erste Einschätzung von A1 bis C2 – 18 Multiple-Choice-Fragen zu Grammatik und Vokabular, kostenlos und ohne Anmeldung. Er prüft allerdings kein Sprechen, Hören und Schreiben. Für eine Auswertung Fähigkeit für Fähigkeit nimm den adaptiven Einstufungstest in der Web-App mit Hör- und Lesefragen; dafür brauchst du einen kostenlosen Account.

Kann ich mit TalkSmart auch Sprechen üben, wenn ich kein iPhone habe?

Das Sprechmodul mit den KI-Partnern Mia, Victor und Leo gibt es nur in der iOS-App – ebenso das Interview-Training und die IELTS-Speaking-Übungen, die Pro-Funktionen sind. In der Web-App unter app.talksmartapp.com stehen dir mit einem kostenlosen Account Grammatik, Wortspiel, Lesen, Schreiben und Hören zur Verfügung, mit Tageslimits bei Lesen, Schreib-Feedback und Hören. Ohne iPhone kannst du also alles außer Sprechen nutzen.

Möchtest du das laut üben?

TalkSmart bietet dir einen live KI-Prüfer – mit cue cards, Zeitvorgaben und Band-Bewertungen.

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